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Weltbestand auf einem Baum: Überlebt derKapverden-Purpurreiher?
28.1.2008, Jens Hering
Erst 1951 wurde der Purpurreiher auf den Kapverdischen Inseln als Brutvogel gefunden. Auf der Hauptinsel Santiago bei São Domingos sah W.R.P. Bourne am 21. September fünf Nester in einer Gruppe von Gummibäumen (Ficus spec.). Dabei schoss er auch einen Vogel vom Nest und untersuchte den Mageninhalt. Dass es sich um eine eigene Unterart handelte, erkannte 15 Jahre später der französische Ornithologe und Kapverdenreisende René de Naurois. Der Purpurreiher erhielt daraufhin den wissenschaftlichen Name Ardea purpurea bournei de Naurois, 1966. Im Unterschied zu seinen Verwandten sind ein allgemein blasseres Gefieder mit nur wenig Schwarz an Hals, Brust und Bauch sowie eine weiße und blass kastanienbraune Unterseite auffallend. Zudem nisten die Kapverden-Purpurreiher im Kronenbereich von großen Bäumen, wogegen die auf dem afrikanischen Kontinent vorkommenden Purpurreiher in Sumpfgebieten gewöhnlich auf dem Boden oder niedrig in Sträuchern nisten.
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11.02.08
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16.10.07
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Der Kapverdenrohrsänger (Acrocephalus brevipennis) auf Fogo 26.9.2007, Jens und Heidi Hering
Ein kleiner, relativ unscheinbarer Singvogel schmückt auf den Kapverdischen Inseln die 1.000-Escudos-Banknote. Die wenigsten wissen jedoch, dass es sich dabei um einen der seltensten Vogelarten unserer Erde, den endemischen Kapverdenrohrsängers Acrocephalus brevipennis, handelt.
Als Verbreitungsgebiet waren bisher nur die Inseln Santiago, São Nicolau und Brava bekannt (BirdLife International 2004). Dabei sorgte vor allem São Nicolau Ende der 1990er Jahre für Schlagzeilen. Nachdem ein 1970 auf São Nicolau für wissenschaftliche Zwecke gesammeltes Exemplar der dort zuletzt 1924 nachgewiesenen Art in einer Lissaboner Sammlung entdeckt worden war, wurde im Februar 1998 bei ornithologischen Untersuchungen der Rohrsänger wiedergefunden (Hazevoet et al. 1999). Weitere Untersuchungen in den Jahren 2001 und 2003 zeigten jedoch, dass die Art auf der Insel vermutlich nur an drei Stellen mit maximal zehn Brutpaaren vorkommt (Donald et al. 2004). Auf Brava, der dritten Insel mit einem Vorkommen, gelang 1969 der letzte Nachweis des Rohrsängers (Frade 1976, Hazevoet 1993, 1995). Dagegen brüten heute auf Santiago noch etwa 500 Paare. Der Bestand gilt allerdings auch hier durch starken Lebensraumverlust als nicht gesichert.
Ein kleiner, relativ unscheinbarer Singvogel schmückt auf den Kapverdischen Inseln die 1.000-Escudos-Banknote. Die wenigsten wissen jedoch, dass es sich dabei um einen der seltensten Vogelarten unserer Erde, den endemischen Kapverdenrohrsängers Acrocephalus brevipennis, handelt.
Als Verbreitungsgebiet waren bisher nur die Inseln Santiago, São Nicolau und Brava bekannt (BirdLife International 2004). Dabei sorgte vor allem São Nicolau Ende der 1990er Jahre für Schlagzeilen. Nachdem ein 1970 auf São Nicolau für wissenschaftliche Zwecke gesammeltes Exemplar der dort zuletzt 1924 nachgewiesenen Art in einer Lissaboner Sammlung entdeckt worden war, wurde im Februar 1998 bei ornithologischen Untersuchungen der Rohrsänger wiedergefunden (Hazevoet et al. 1999). Weitere Untersuchungen in den Jahren 2001 und 2003 zeigten jedoch, dass die Art auf der Insel vermutlich nur an drei Stellen mit maximal zehn Brutpaaren vorkommt (Donald et al. 2004). Auf Brava, der dritten Insel mit einem Vorkommen, gelang 1969 der letzte Nachweis des Rohrsängers (Frade 1976, Hazevoet 1993, 1995). Dagegen brüten heute auf Santiago noch etwa 500 Paare. Der Bestand gilt allerdings auch hier durch starken Lebensraumverlust als nicht gesichert.
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